MISSION ETERNITY – Ein Totenkult für das Informationszeitalter

etoy



Dienstag 25. April, 20 Uhr, Konstanz - Neuwerk

Mittwoch 26. April, 20 Uhr, Bern - Kornhausforum

Donnerstag 27. April, 20 Uhr, Basel - [plug.in]


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Etoy stellen bei Digital Brainstorming den aktuellen Stand ihres neusten und bisher grössten Projekts vor. „Mission Eternity“ ist eine neue Form der Bestattung und des Gedenkens an verstorbene Personen.


1996 entführten ETOY über eine Million Menschen auf dem Internet. Die Künstler wurden nicht verhaftet, sondern gewannen die wichtigste Auszeichnung in der Medienkunstszene, die goldene Nika des Ars Electronica Festivals. 4.5 Milliarden ihres börsenkotierten Wertes verlor die Spielzeugfirma eToys in zwei Monaten wegen eines Rechtsstreits mit ETOY um deren Domainnamen ETOY.COM. Denn sie löste damit den TOYWAR aus, die wohl teuerste Kunstperformance der Geschichte. Nachdem sie sich im Projekt DAYCARE mittels Hightech-Kinderhort den Jüngsten angenommen haben, kümmern sich ETOY nun um die Toten. Etoy stellen bei Digital Brainstorming den aktuellen Stand ihres neusten und bisher grössten Projekts vor. „Mission Eternity“ soll eine neue Form der Bestattung und des Gedenkens an verstorbene Personen etablieren. Das Künstlerkollektiv erfasst lebende Personen digital und erstellt ein individuelles Porträt. Dieses als „Arcanum-Kapsel“ titulierte Porträt besteht unter anderem aus Texten, Bildern und Musik der betreffenden Person. Beim Eintritt ihres klinischen Todes wird ein individueller „Post Mortem Plan“ aktiviert. Anstatt den Verstorbenen nur auf dem Friedhof zu beerdigen, sollen seine digitalen Daten für die Ewigkeit aufbewahrt und für die Allgemeinheit per Server und Handy abrufbar gemacht werden. Das digitale Vermächtnis des Toten wird somit auf eine endlose Reise durch Raum und Zeit geschickt.


Zu etoy:

Die Organisation etoy hat in den letzten 8 Jahren weltweit eine grosse Gemeinde von treuen Fans in allen Altersgruppen und Gesellschaftsschichten aufgebaut und verschiedene renommierte Preise gewonnen (z.B. den international höchstdotierten Festivalpreis für elektronische Kunst / Prix Ars Electronica sowie den von 10vor10 und dem Design- und Architektur Magazin Hochparterre vergebenen Preis für die beste Schweizer Website 1996). Im Jahr 2002 wurde etoy für seine Arbeit „etoy.DAY-CARE“ in Turin mit einem „Swiss Art Award“ des Bundesamts für Kultur ausgezeichnet und an der ART in Basel präsentiert. Ebenfalls im Jahr 2002 gewann die Gruppe den Namics-Medien-Kunstpreis.





Links:
etoy.com
Site der Medienkünstler etoy


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