NEXT LEVEL
VIrtual Reality im GDI-Keller




Im Keller wartet eine ganz besondere Attraktion: Eine Computerspiel - Umgebung wird neu interpretiert: Sie verschmilzt Spielstruktur mit virtuellen Räumen, Träumen und realitätsnahen Phantasien. Die neuartigen Raeume wurden von Mitgliedern der Professur für Architektur und CAAD des Architekturdepartments der ETH Zürich gestaltet.

 

 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Installation basiert auf dem populären Spiel "Unreal Tournament". Es handelt sich um einen sogenannten Ego Shooter, ein Rollenspiel also, in welchem der Spieler selber sich seinen Weg durch ein verzwicktes Labyrinth erkämpft, beziehungsweise freischiesst. Zu diesem Spiel existieren zahlreiche Hilfsprogramme welche die Definition von eigenen Umgebungen ermöglichen. Auf einem solchen Programm baut die Installation auf. Sie ermöglicht die Verschmelzung von physischem Raum, Phantasiewelt und simuliertem Raum als Parallelwelten.

Immer intelligentere Lösungen von Hard- und Softwareherstellern machen es mittlerweile möglich Raum, dessen Eigenschaften und Darstellung in Echtzeit als virtülle Welt auf den Schirm zu bringen. Obwohl sehr viele von den entwickelten Umgebungen den realen Raum als Vorbild haben, finden die meisten Spiele aber in Phantasiewelten statt, welche eigene Gesetzmässigkeiten aufweisen. Die Vermischung von virtuellem Raum hinter dem Schirm und Kopfraum wird in der Installation durch eine Reinterpretation von Lewis Carrols 'Through the looking glass', dem zweiten Teil von 'Alice in Wonderland' dargestellt.

In der Erzählung verknüpfen sich verschiedenen Erzählebenen: Die Geschichte von Alice, welche durch einen Spiegel in eine neü Welt mit eigenen Gesetzen und Regeln eintritt. Die Traumebene von Alice in der sich die gesamte Phantasiewelt aufbaut. Und schliesslich das übergeordnete Schachspiel von welchem sie träumt, welches präzise festlegt wie die Figuren sich durch die Geschichte bewegen und wo sie aufzutauchen haben.

Der Gegensatz zwischen den strikten Regeln von Schach und dem phantastischen Spielraum den sich die Figuren darin einräumen war der Ausganspunkt für das Design eines Levels in Unreal Tournament. Im Vordergrund stehen dabei die unterschiedlichen Figuren und die sie bestimmenden Eigenschaften und Regeln. Die Umsetzung in räumliche Konstrukte interpretiert dabei die Züge der Figuren und verwendet deren Charakter um Gesetzmässigkeiten wie Gravitation, Bodenhaftung, Bewegung, Navigation und Sound in den einzelnen Zonen neu zu definieren.

 

 

 

Das Team

 

Myriam Zehnder, Eric van der Mark, Patrick Sibenaler

 

Die Installation NEXT LEVEL verdankt seine Enstehung einer Seminarwoche

Mehr Infos zur Arbeit am Lehrstuhl für Architektur und CAAD der ETH Zürich

 

 

Home

   

Playground 03 ist ein Projekt
des Migros Kulturprozents und
des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI)
   
© Dominik Landwehr
Updated 10 August, 2000
Webmaster